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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Vorbemerkungen

Die folgenden Bedingungen sind Bestandteil des Vertrages, der zwischen dem Mieter und der “rent-a-boat-Rhein-Main”, nachfolgend „Vermieter“ genannt, abgeschlossen wird. Dieser kommt dadurch zustande, indem der Mieter ein Angebot seitens des Vermieters annimmt (Buchung). Die Buchung kann seitens des Mieters mündlich, schriftlich (auch per e-Mail) oder telefonisch zustande kommen. Auf Basis der Annahme seitens des Vermieters (schriftliche Buchungsbestätigung per Mail) muss der Mieter den ausgefüllten und unterschriebenen Chartervertrag zurücksenden (E-Mail / Post) sowie mind. die Anzahlung vornehmen. Erst mit Eingang des unterschriebenen Chartervertrages und mind. der Anzahlung beim Mieter ist der Vertrag wirksam und der Mieter erhält darauf die schriftliche Reservierungsbestätigung per Mail. Mit der Unterschrift des Chartervertrages erkennt der Mieter für sich und seine Mitreisenden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vermieters vorbehaltlos an.
Hinweis gemäß §36 Abs.1 Nr.1 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG): Wir sind zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet, noch nehmen wir an solchen teil.


§1. Vertragsgegenstand

Der Mieter mietet das Boot und ggf. Zubehör wie Wasserski, Tubes etc. als Selbstfahrer oder - je nach Vereinbarung - mit Skipper für maximal so viele Personen, wie es zugelassen ist. Die Mietpreise schließen ein: - Nutzung von Boot und Außenborder - Nutzung von Ausstattung und Zubehör des Bootes - Wartungsdienst und Verschleißreparaturen (siehe Ziff. 14) - Haftpflichtversicherung Deckung:

  • bis zu 3 Mio Euro pauschal für Personen- und Sachschäden - 100.000 Euro für Vermögensschäden - Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung in Höhe der Kaution - Unbegrenzte Betriebsstunden des Motors
  • Darüber hinaus anfallende Kosten, wie z.B. Gebühren oder Aufwendungen für Betriebsstoffe, die für die Durchführung der geplanten Reise erforderlich sind, gehen zu Lasten des Mieters.

§2. Berechnung des Mietpreises

Es gelten die Preise der jeweils gültigen Preisliste oder der schriftlich vom Vermieter bestätigte Preis. Der Mietpreis wird vom Tag der Übernahme (einschließlich) bis zum Tag der Rückgabe (einschließlich) berechnet. Bei Rückgabe vor Ablauf der vereinbarten Mietzeit ist der volle vertraglich vereinbarte Mietpreis zu zahlen. Kann bei vorzeitiger Rückgabe eines Bootes dieses vorzeitig wieder vermietet werden, berechnet der Vermieter nur den ihm tatsächlich entstandenen Schaden.

§3. Zahlung

Nach Erteilung der schriftlichen Buchungsbestätigung des Vermieters auf den Namen des Mieters ist innerhalb von 7 Tagen:

  1. der Chartervertrag ausgefüllt, unterschrieben + Kopie Personalausweis und der Sportbootführerschein in Kopie zurückzusenden (e-Mail /Post)
  2. die Anzahlung von mind. 50% des Mietpreises per Überweisung oder Barzahlung vorzunehmen. Nach Eingang von §3.1. und §3.2. innerhalb von 7 Tagen erfolgt der Versand der Reservierungsbestätigung (verbindliche Reservierung).
  3. Restzahlung & Stellung der Kaution: hat spätestens 10 Tage vor Übernahme per Überweisung zu erfolgen oder in Bar bei Übernahme.

Bei kurzfristigen Buchungen ist sofort der gesamte Mietpreis + Kaution zu zahlen. Bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist ist der Vermieter nicht mehr an die Buchungsbestätigung gebunden. Ohne vollständige Bezahlung des Mietpreises und der Kaution erfolgt keine Übergabe an den Mieter.

§4. Kaution

Bei Übernahme muss eine Kaution in Bar hinterlegt oder im Vorfeld überwiesen werden. Die Kaution wird (ebenso wie die Checkliste über Umfang und Zustand der Mietgegenstände) vom Mieter und Vermieter im Chartervertrag bestätigt. Werden die Mietgegenstände ordnungsgemäß und unbeschädigt zurückgegeben, wird die Kaution nach erfolgter Mietvertragsendabrechnung in Bar oder auf Wunsch des Mieters umgehend per Überweisung erstattet. Die Kaution dient zur Abdeckung von Schäden an Boot, Außenborder oder Ausrüstungsgegenständen durch Brand, Diebstahl oder Beschädigungen bei Eigen- oder Fremdverschulden und den damit verbundenen Kosten auf Seite des Vermieters wie z.B. Fahrkosten, Telefon usw. Bei einem Schaden wird die Kaution einbehalten bis die Schadensumme feststeht. Ist die festgestellte Schadensumme niedriger, als die hinterlegte Kaution, wird der Restbetrag dem Mieter erstattet. Die losen Ausrüstungsgegenstände (Zubehör, Sicherheitsausrüstung usw.) sind nicht Bestandteil der Kaskoversicherung. Ein eventueller Verlust ist durch den Kunden ggf. zusätzlich zu ersetzen.

§5. Reservierung und Rücktritt

Der Mietvertrag kommt mit Zugang der schriftlichen Buchungsbestätigung durch den Vermieter zustande. Der Rücktritt hat schriftlich zu erfolgen (E-Mail / Postweg). Maßgebend ist der Tag des Posteingangs beim Vermieter. Bis zu drei Wochen vor Mietbeginn kann der Mietvertrag von beiden Seiten ohne weitere Begründung und Kosten storniert werden.
Storniert der Mieter die Buchung innerhalb von drei Wochen vor dem vereinbarten Mietbeginn, werden 50% des vereinbarten Mietpreises fällig und sind – sofern noch nicht geschehen – umgehend an den Vermieter zu zahlen.

§6. Rücktritt des Mieters oder Minderung des Mietpreises bei verspäteter Übergabe oder Mängeln

  • Wird das Boot oder ein gleichwertiges Ersatzboot nicht rechtzeitig zum im Chartervertrag vereinbarten Termin vom Vermieter zur Verfügung gestellt, so kann der Mieter frühestens 24 Stunden danach bei voller Erstattung aller geleisteten Zahlungen aus diesem Vertrag zurücktreten. Bei einer Mietdauer von zwei oder mehr Wochen erhöht sich die Frist um 24h pro weiterer Woche
  • Weitergehende Ersatzansprüche des Mieters, außer für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit des Vermieters, sind ausgeschlossen.
  • Schäden am Boot und Ausrüstung, die die Seetüchtigkeit vom Boot nicht beeinträchtigen und die Nutzung dessen weiterhin im zumutbaren Rahmen ermöglichen, berechtigen nicht zum Rücktritt. Eine Minderung ist in diesem Fall ebenfalls ausgeschlossen.

§7. Übernahme / Rückgabe

Uhrzeiten für die Übernahme und Rückgabe sowie Folgen von Verspätungen werden im Chartervertrag geregelt und sind bindend. Ist es für den Mieter erkennbar, dass er den Rückgabetermin nicht einhalten kann, so ist der Vermieter sofort zu informieren.
Eine Übernahme / Rückgabe außerhalb der im Chartervertrag angegebenen Basiszeiten ist nicht möglich. Bei Übernahme und Rückgabe wird der Zustand der Mietgegenstände geprüft und eventuelle Vorschäden im Chartervertrag dokumentiert, welcher von Mieter und Vermieter unterzeichnet wird.
Dem Mieter ist ein gereinigtes Boot zu übergeben, der Mieter hat es gereinigt zurückzugeben. Wird das Boot nicht gereinigt zurückgegeben, so ist der Vermieter berechtigt, 50,-€ der Kaution einzubehalten. Zur Reinigung des Bootes dürfen keine Reinigungsmittel mit schleifenden Eigenschaften eingesetzt werden. Der Mieter kann den Vermieter bei Vertragsabschluss mit der Reinigung des Bootes gegen eine Gebühr von 50,- Euro beauftragen.

§8. Nutzung

Das Boot und alle Mietgegenstände sind mit größtmöglicher Sorgfalt zu behandeln. Insbesondere beim Motor ist laufend auf Austritt von ausreichend Kühlwasser am Kühlwasserauswurf zu achten, da nur dann die Motorkühlung gewährleistet ist.
Die vom Vermieter gegebenen Hinweise zur Motorschmierung (Mischungsverhältnis) sind unbedingt zu beachten. Schäden, die durch Trockenlaufen oder Fehlschmierung des Motors entstehen, gehen zu Lasten des Mieters.

§9. Seemännische Sorgfaltspflicht

Der Mieter verpflichtet sich wie folgt:

  • die Grundsätze der guten Seemannschaft zu befolgen
  • die Seemannschaft zu beherrschen und ausreichende Erfahrungen in der Führung eines Boots zu besitzen
  • Sicherheitsausrüstung usw. an Bord zu nehmen, Schwimmwesten zu tragen
  • bei jeder Fahrt ein betriebsbereites Handy mitzuführen
  • ich vor jeder Fahrt über das Fahrgebiet ausreichend zu informieren und die notwendigen gültigen Seekarten, Hafenhandbücher etc. selbst zu besorgen und an Bord zu führen
  • vor offener Küste das Boot ständig unter Aufsicht zu halten und bei drohender Gefahr sofort zu verholen
  • Der Mieter hat die Vorschriften der dem Fahrgebiet zuständigen Behörden zu beachten.
  • Er ist darüber hinaus verpflichtet, sich nach den örtlichen Anforderungen und Gesetzen, sowie eventuellen Abweichungen zu erkundigen (insb. Sicherheitsausrüstungen, Befahrbarkeit, Tempolimits, Abstandsregelungen, Naturschutzgebiete, Schifffahrtssperren, Schleusenzeiten, etc.).
  • Für Folgen und Strafen aufgrund der Nichteinhaltung von Vorschriften und Gesetzen haftet ausschließlich der Mieter.
  • Der Vermieter wird bei etwaigen Ermittlungsverfahren aufgrund von Verstößen, Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten die ihm bekannten personenbezogenen Daten des Mieters an die Ermittelnden Behörden weitergeben. Hierzu ist er als Vermieter gesetzlich verpflichtet.
  • Vor Fahrtbeginn muss sich der Mieter über die Gegebenheiten des Fahrgebietes eingehend informieren (z. B. über Untiefen, Strömungen, Winde und veränderte Wasserstände bei starken Winden, usw.)
  • Der Mieter ist verpflichtet, vor jeder Ausfahrt Informationen über den Wetterverlauf einzuholen.
  • Die Wetterverhältnisse müssen der Größe des Bootes und der Motorisierung entsprechen. Die Grundsätze der guten Seemannschaft sind zu befolgen.

§10. Diebstahlsicherung

Der Mieter haftet dem Vermieter gegenüber für Schäden an Boot, Motor und Trailer (falls Teil der Vermietung), wie auch für das an Bord befindliche Zubehör. Insbesondere sind Boote & Trailer wie folgt zu sichern:

  1. Boot & Trailer
    1. Befindet sich das Boot auf einem Trailer, ist der Trailer gegen Diebstahl zu sichern. Dies geschieht über das an der Anhängekupplung befindliche Sperrschloss (im Zubehör enthalten)
    2. Werden Boote an Land abgestellt, sind sie dort gegen unbefugten Zugriff zu sichern. Dies kann z.B. über ein Lenkradschloss (im Zubehör enthalten) oder eine Kette etc. erfolgen
    3. Generell ist das Boot, wenn es nicht in Betrieb ist, mit einer Persenning abzudecken. Die Persenning ist dabei fest zu schnüren. - Bei allen Booten mit Außenbord-Motoren ist darauf zu achten, dass der Motor mit einem entsprechendem Schloss am Boot gesichert ist. Es besteht kein Kasko-Versicherungsschutz ohne entsprechende Sicherung. Im Falle eines Diebstahls sind alle ausgegebenen Schlüssel vorzulegen. Bei Trailerbooten sind die Motoren bereits entsprechend gesichert. Diese Sicherung darf vom Mieter nicht entfernt werden.
  2. Das Zubehör der Boote (Schwimmwesten, Anker, Leinen, Fender, etc.) ist vor unbefugtem Zugriff Dritter zu schützen. Das Zubehör ist nicht Bestandteil der Vollkaskoversicherung.

§11. Fahrzeugführer

Der Fahrzeugführer muss in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis für das entsprechende Boot und Gewässer sein (nach deutschem Recht sowie im Ausland zusätzlich nach Landeshoheitlichem Recht des Gastlandes). Der Vermieter behält sich das Recht vor die Übergabe zu verweigern, falls der Fahrzeugführer / die Fahrzeugführerin seiner Ansicht nach die Verantwortung vorübergehend oder grundsätzlich nicht übernehmen kann. In einem solchen Fall werden sämtliche vom Mieter geleisteten Zahlungen zurückerstattet, darüber hinausgehende Ansprüche des Mieters bestehen nicht. Der Fahrzeugführer muss mindestens das 21. Lebensjahr vollendet haben; er ist für seine Mannschaft, Mitreisende, das Boot sowie Einrichtung und Zubehör im Nutzungs- und Besitzzeitraum voll verantwortlich.

§12. Verbotene Nutzungen

Dem Mieter ist untersagt, das Fahrzeug zu verwenden:

  • zu Beteiligungen an motorsportlichen Veranstaltungen und Fahrzeugtests,
  • zur Beförderung von explosiven, leicht entzündlichen, giftigen, radioaktiven und sonst gefährlichen Stoffen,
  • zur Begehung von Zoll- und sonstigen Straftaten, auch wenn diese nur nach dem Recht des Tatortes mit Strafe bedroht sind,
  • zur Weitervermietung und Verleihung,
  • zu Fahrten in Kriegs- und Krisengebiete.
  • zu Fahrten, die außerhalb des vereinbarten Fahrgebietes liegen
  • zum Schleppen und Bergen eines anderen Schiffes sowie zu Nachtfahrten und Fahrten bei unsichtigem Wetter, es sei denn, es liegt ein Notfall vor
  • Die Mitnahme von Tieren (spez. Hunde, Katzen) ist generell verboten. Das Rauchen an Bord der Boote ist ebenfalls verboten.
  • Es dürfen ausschließlich Personen mit dem Boot befördert werden, die selbstständig und sicher schwimmen können.
  • Dem Mieter ist es untersagt, Veränderungen an Boot, Motor sowie Einrichtung und Zubehör vorzunehmen.

§13. Trailer / Benutzung

  • Der Trailer wird in einem einwandfreien, verkehrssicheren Zustand übergeben. Der Trailer ist vor jeder Fahrt vom Mieter auf Verkehrssicherheit zu überprüfen. Die Benutzung des Trailers, sowie das Wassern des Bootes geschieht stets auf eigene Gefahr.
  • Schäden an Dritten, die im angekuppelten Zustand durch den Trailer verursacht werden, sind - in aller Regel - durch die Haftpflichtversicherung des Zugfahrzeugs gedeckt. Im Zweifel hat der Mieter dies mit seiner Kfz-Haftpflichtversicherung im Vorfeld zu klären und sich dies von dieser bestätigen zu lassen.
  • Schäden, die, im abgekuppelten Zustand, durch den Trailer verursacht werden, gehen zu Lasten des Mieters (kein Haftpflichtversicherungsschutz im abgekuppelten Zustand). Der Mieter ist für das ordnungsgemäße Ankuppeln eigenverantwortlich.
  • Der Trailer ist immer gegen Diebstahl zu sichern.
  • Das Boot und das Zubehör sind bei jeder Fahrt auf dem Trailer gegen Herabfallen mit Spanngurten und Fahrplane zu sichern.
  • Der Mieter versichert, dass er oder ein Crewmitglied ausreichend Erfahrung mit dem Slippen von Booten vom Trailer hat.
  • Das zu Wasser lassen des Bootes hat so zu erfolgen, dass die Radnaben des Trailers möglichst zu keinem Zeitpunkt unter Wasser stehen. (Ist dies beim Slippen nicht gewährleistet, so hat das Wassern des Bootes mittels geeigneter Krananlage zu geschehen.) Die Verwendung des Trailers zum Slippen ist aufgrund der vervielfachten Korrosionsgefahr durch Salzwasser ausschließlich in Süßwasser gestattet.

§14. Auslandsfahrten

Grundsätzlich sind Auslandsfahrten in alle europäischen Länder möglich (Ausnahme Kriegs- und Krisengebiete). Folgende Fahrtgebiete sind erlaubt:

  • europäische Binnengewässer
  • Nordsee
  • Ostsee
  • Mittelmeer
  • Europäischer Atlantikküste (bis 200sm)

§15. Reparaturen

Reparaturen im Wert von über 50€ bedürfen der Genehmigung durch den Vermieter. Ausgetauschte Teile sind in jedem Fall aufzubewahren und bei Rückgabe vorzulegen. Auslagen für Reparaturen, welche infolge von Materialverschleiß notwendig wurden, werden vom Vermieter nach vorheriger Absprache bei Vorlage der quittierten Rechnung zurückerstattet.

§16. Verhalten im Schadenfall

Der Mieter ist verpflichtet auftretende Schäden, Havarien, Beschlagnahmungen, Diebstähle usw. unverzüglich dem Vermieter zu melden (Telefon / e-Mail). Der Mieter hat für die Abwendung und Minderung und Begrenzung des Schadens zu sorgen.
Der Mieter ist nicht berechtigt Schadenersatzansprüche anzuerkennen (Verlust des Versicherungsschutzes). Falls ein während der Mietzeit auftretender kleiner Schaden die Weiterfahrt nicht behindert, muss der Mieter evtl. (nach zu erfolgender Absprache) 24 Stunden vor vertraglich vereinbartem Rückgabetermin den Mietgegenstand zurückgeben, um die Behebung des Schadens zu ermöglichen, damit für den Nachfolgemieter keine Verzögerung entsteht.
Der Mieter kann gegenüber dem Vermieter seinen Genussverlust nicht geltend machen. Der Mieter kann nach Rücksprache mit dem Vermieter notwendige Reparaturen von einer Fachfirma durchführen lassen, um die Weiterfahrt zu ermöglichen. Die Rechnung muss auf den Vermieter ausgestellt sein. Ausgetauschte Teile sind dem Vermieter vorzulegen. Brand- und Explosionsschäden, Einbruchdiebstahl und Diebstahl sind der zuständigen Polizeibehörde und im Hafenbereich zusätzlich der zuständigen Verwaltung unverzüglich anzuzeigen. Hierbei ist ein Protokoll mit Angaben sämtlicher beteiligter Personen, Fahrzeuge und Zeugen anzufertigen. Die durch Verstoß oder Nichtbeachtung der Vorschriften entstehenden Kosten gehen zu Lasten des Mieters.
Unfälle nach dem Seeunfalluntersuchungsgesetz (das sind z.B. Schiffsuntergänge oder schwere Sachschäden) sind außerdem unverzüglich dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt, Seeamt und bei einer Auslandsreise der nächst erreichbaren diplomatischen oder berufskonsularischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland zu melden.
Im Falle einer Kollision mit einem anderen Schiff ist unverzüglich ein Protokoll über Hergang, Ursache, Schäden und Beteiligte aufzunehmen.
Im Falle der Havarie oder ähnlichen Fällen muss das Boot immer mit der eigenen Leine abgeschleppt werden und es sind keine Vereinbarungen über Abschlepp- oder Bergungskosten zu treffen.
Der Mieter hat selbst bei geringfügigen Schäden einen Unfallbericht (inkl. Foto) unter Vorlage einer Skizze zu erstellen.

§17. Haftung des Mieters

  • Während sich die Mietgegenstände in seinem Besitz befinden, trägt der Mieter das Nutzungs- und Besitzrisiko und haftet vollumfänglich. Insbesondere ist er verantwortlich für das Wohle aller ggf. Mitreisenden. Der Vermieter empfiehlt daher keine kranken oder besonders fürsorgebedürftigen Personen (bspw. Schwangere, kleine Kinder etc.) zu befördern. Jeder Mieter trägt Verantwortung für Leib und Leben seiner Mitreisenden.
  • Der Mieter haftet bei Schäden im Rahmen der Vollkaskoversicherung in Höhe der Kaution je Schadensfall. Die durch den Vermieter abgeschlossene Haftpflichtversicherung führt zu keiner Haftungsfreistellung des Mieters für diejenigen Schäden, die von der Versicherung nicht übernommen werden oder hinsichtlich derer die Versicherung sich ausdrücklich eine Regressnahme des Mieters vorbehalten hat.
  • Der Mieter haftet jedoch unbeschränkt, sofern er den Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat.
  • Hat der Mieter seine Pflichten gemäß Ziffer 15 dieser Bedingungen verletzt, so haftet er ebenfalls voll.
  • Der Mieter haftet im Übrigen voll für alle Schäden, die bei der Benutzung durch einen nicht berechtigten Fahrer (Ziffer 11) oder zu verbotenem Zweck (Ziffer 12), durch das Ladegut oder durch unsachgemäße Behandlung des Fahrzeugs entstanden sind.
  • Für Handlungen und Unterlassungen des Mieters, für die der Vermieter von dritter Seite haftbar gemacht wird, hält der Mieter den Vermieter von allen privat- und strafrechtlichen Folgen, auch von allen Kosten der Rechtsverfolgung im In- und Ausland frei. Der Mieter übernimmt und nutzt das Boot auf eigene Verantwortung und ausschließlich für private Zwecke. - Verspätete Schiffsrückgabe und durch den Mieter verschuldete Nichtbenutzbarkeit vom Boot, Einrichtung und Zubehör führen ggf. zu Schadenersatzansprüchen seitens des Vermieters.
  • Der Mieter haftet voll für Schäden, die durch (Haus-) Tiere des Mieters verursacht werden. Tiere sind an Bord nicht gestattet.
  • Die für das Boot abgeschlossene Haftpflichtversicherung haftet nicht für Unfallschäden, die auf dem Mietobjekt reisende Personen erleiden (gilt auch für gezogene Mitreisende auf Wasserski, Tube etc.).
  • Der Abschluss einer erweiterten Skipper-Haftpflichtversicherung (welche die Crew-Haftpflicht untereinander und Ersatz von Schäden an dem gemieteten Boot bei grober Fahrlässigkeit regelt) und einer Folgeschadenversicherung werden empfohlen.
  • Im übrigen bleibt es bei der gesetzlichen Haftung.

 

§18. Haftung des Vermieters

  • Der Vermieter haftet für alle dem Mieter oder Dritten zugefügten Schäden, soweit Deckung im Rahmen der für das Fahrzeug abgeschlossenen Haftpflichtversicherung besteht. Für durch die Versicherung nicht gedeckte Schäden beschränkt sich die Haftung des Vermieters – auch ggü. Dritten - auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit seiner selbst.
  • Kann der Vermieter durch unvorhersehbare Fälle oder höhere Gewalt das Boot nicht zur Verfügung stellen, wird er bemüht sein, ein gleichwertiges Boot zur Verfügung zu stellen. Sollte dies nicht möglich sein, ist der Vermieter unter Rückzahlung der vom Mieter geleisteten Zahlungen zum Rücktritt berechtigt. Darüber hinausgehende Ansprüche auf Entschädigung entstehen nicht.
  • Der Vermieter haftet nicht für solche Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Veränderungen und Fehlern des zur Verfügung gestellten nautischen Hilfsmaterials, Sicherheitsausrüstung und elektronischer Instrumente wie z. B. Seekarten, Handbücher, Kompass, Funkpeiler usw. verursacht werden.
  • Der Vermieter haftet nicht für Schäden, die durch Verletzung der Seemännischen Sorgfaltspflicht (Ziffer 9) durch den Mieter entstehen. Ansprüche des Mieters infolge von Nichtbenutzbarkeit des Bootes wegen Schäden oder Totalausfall, welche durch den Mieter, den Vermieter oder einen Dritten während der Mietzeit verursacht werden, sind ausgeschlossen. Ebenso bei Einwirkung höherer Gewalt.
  • Der Vermieter haftet nicht für Verletzungen / Unfälle, die beim Zu- und Absteigen von Bord sowie in Verbindung mit Bauteilen des Bootes (bspw. Schiffsschraube, spitze Kanten, Klampen etc.) oder durch die Benutzung von Wasserski, Wakeboard, Jet-Bob, Banane, Tube oder ähnliche Wassersportartikel entstehen, auch wenn diese durch den Vermieter zur Verfügung gestellt werden.

§19. Benutzung von Wassersportzubehör

Die Benutzung von Wassersportzubehör wie z.B. Wasserski, Tube etc. darf nur bei angelegter Rettungsweste erfolgen und geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr. Der Vermieter haftet nicht für Schäden und unmittelbare oder mittelbare Folgeschäden. Der Skipper hat seine Mitreisenden vor der Verwendung von entsprechendem Zubehör über die Nutzung auf jeweils eigenes Risiko hinzuweisen. Die Benutzung von Schirmdrachen ist grundsätzlich verboten.

§20. Nebenabreden / salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung des Vertrags ungültig sein oder werden, so gelten doch die übrigen Bestimmungen uneingeschränkt fort. Mündliche Abmachungen bedürfen der schriftlichen Bestätigung. Auskünfte werden nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr erteilt. Die Überschriften dienen nur der besseren Übersichtlichkeit und haben keine materielle Bedeutung, insbesondere nicht einer abschließenden Regelung. Möglicherweise unwirksame Bestimmungen müssen so umgedeutet werden, dass ihr Zweck in wirksamer Weise erfüllt werden kann.

§21. Gerichtsstand

Erfüllungsort dieses Vertrages und Gerichtsstand ist Darmstadt, es gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
Es gilt deutsches Recht



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